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CHECKLISTE

Wochenbett - Perfekt vorbereitet

Das Wochenbett dauert etwa 6 bis 8 Wochen nach der Geburt. In dieser besonderen Zeit erholt sich Dein Körper von der Schwangerschaft und der Geburt, Du lernst Dein Baby in Ruhe kennen und ihr findet als Familie zusammen.

Aus meiner Erfahrung als Familienbegleiterin weiß ich: Eine gute Vorbereitung in der Schwangerschaft hilft Dir enorm, diese Zeit später entspannter zu erleben und Dich auf das Wesentliche zu konzentrieren – nämlich auf Dich und Dein Baby. Damit Du nicht kurz nach der Entbindung noch losmusst, um Stilleinlagen oder Snacks zu besorgen, habe ich eine umfassende Checkliste für Dein Wochenbett erstellt. Lade Dir das kostenlose PDF herunter, hake alles ab und bereite Dein „Wochenbett-Nest“ ganz in Ruhe vor.

Alles für eine entspannte Kennenlernzeit

Dein Wochenbett-Nest: Alles griffbereit am Bett und Sofa

In den ersten Tagen (und Wochen!) wirst Du viel Zeit liegend und kuschelnd verbringen. Richte Dir deshalb kleine Stationen am Bett und im Wohnzimmer ein.

GRIFFBEREIT AM BETT

◻️ Wasserflasche oder Thermoskanne mit Tee

◻️ Snacks (Nüsse, Müsliriegel, Energiebällchen)

◻️ Handy-Ladekabel

◻️ Lippenbalsam

◻️ Fernbedienung, Tablet oder Buch

 

WOHNZIMMER & SOFA

◻️ Gemütliche Decke

◻️ Bequeme Sitzgelegenheit mit Rückenlehne

◻️ Stillkissen

◻️ Kissen zum Abstützen beim Stillen

◻️ Beistelltisch für Getränke und Snacks

◻️ Spucktücher (mehrere)

◻️ Feuchttücher oder Waschlappen

◻️ Spieluhr oder beruhigende Musik

◻️ Taschentücher

◻️ Notizblock und Stift (für Fragen an Hebamme)

◻️ Kleine Lampe mit warmem Licht (Stilllicht)

◻️ Wärmflasche oder Kirschkernkissen

 

Kleidung, Hygiene & Dammpflege: Sanfte Heilung nach der Geburt

Die körperliche Regeneration steht im Wochenbett im Fokus. Enge Kleidung ist jetzt tabu, und für die sanfte Heilung solltest Du Dir am besten schon vor der Geburt einen kleinen Vorrat an Pflegeprodukten anlegen.

KLEIDUNG FÜR ZUHAUSE

◻️ Still-Shirts oder weite T-Shirts

◻️ Bequeme Leggins oder Jogginghosen

◻️ Pyjamas mit Knopfleiste (stillgeeignet)

◻️ Still-BHs oder Still-Tops

◻️ Baumwollunterhosen / Wochenbett-Hosen

◻️ Haargummis oder Haarspangen

◻️ Warme Socken

◻️ Bademantel

◻️ Rutschfeste Hausschuhe

 

HYGIENEARTIKEL & KÖRPERPFLEGE

◻️ Wochenbett-Binden

◻️ Stilleinlagen (waschbar oder Einweg)

◻️ Intimdusche (sanfte Reinigung)

◻️ Sitzbad-Zusätze (z.B. Kamille)

◻️ Brustwarzensalbe (Lanolin)

◻️ Wärmekissen für die Brust (bei Milchstau)

◻️ Kühlpads für die Brust (bei Schwellung)

◻️ Feuchtigkeitsspendende Bodylotion (parfümfrei)

◻️ Duschgel und Shampoo (parfümfrei)

◻️ Trockenshampoo (für die schnelle Frische)

◻️ Deo (parfümfrei)

◻️ Eventuell Hämorrhoiden-Salbe

◻️ Ibuprofen (nach Rücksprache mit Hebamme/Arzt)

 

DAMMPFLEGE

◻️ Kühlpads (im Gefrierfach vorbereiten)

◻️ Hamamelis-Kompressen

 

Wickelstation & Baby

WICKELSTATION

◻️ Wickelunterlage

◻️ Windeln (Neugeborenengröße und Größe 1)

◻️ Feuchttücher / Waschlappen mit Wasserschüssel

◻️ Wundschutzcreme

◻️ Wechselkleidung (Bodys, Strampler)

 

Essen, Trinken & Meal Prep: Kochen (lassen) leicht gemacht

In den ersten Wochen bleibt oft wenig Zeit zum Kochen. Gesunde, nahrhafte Mahlzeiten helfen Deinem Körper jedoch bei der Regeneration und unterstützen die Milchbildung.

VORKOCHEN & MEAL-PREP

◻️ Suppen und Eintöpfe portionsweise einfrieren

◻️ Aufläufe oder Lasagne einfrieren

◻️ Currys oder Schmorgerichte einfrieren

◻️ Müslimischungen / Overnight Oats vorbereiten

◻️ Energiebällchen, selbstgemachte Müsliriegel

◻️ Brot einfrieren

◻️ Haferflocken (gut für Milchbildung)

◻️ Nüsse und Trockenfrüchte

◻️ Nudeln, Reis, Quinoa

◻️ Konserven (Tomaten, Kichererbsen, Bohnen)

◻️ Tiefkühlgemüse

◻️ Tiefkühlobst (für Smoothies)

 

SNACKS & SCHNELLE ENERGIE

◻️ Nussmischungen

◻️ Datteln, Feigen, Aprikosen

◻️ Bananen, Äpfel (halten länger)

◻️ Reiswaffeln, Knäckebrot

◻️ Müsliriegel, Cracker

◻️ Hummus oder Aufstriche

◻️ Joghurt, Quark

◻️ Käsewürfel

◻️ Honig, Marmelade

 

GETRÄNKE

◻️ Tees

◻️ Wasser, Saft, isotonische Getränke

 
LIEFERSERVICE VORBEREITEN

◻️ Nummern von Lieferdiensten speichern

◻️ Online-Supermärkte mit Lieferung ausprobieren

◻️ Eventuell Essensbox-Abo (Kochbox) bestellen

 

Papierkram organisieren: Weniger Bürokratie, mehr Kuschelzeit

Manche Dinge müssen zeitnah nach der Geburt erledigt werden. Bereite alles vor, damit es später stressfrei läuft. Mein Tipp: Lege einen Ordner „Baby-Papierkram“ an mit allen wichtigen Dokumenten, Formularen und einer To-Do-Liste.

VOR DER GEBURT ERLEDIGEN

◻️ Liste mit wichtigen Telefonnummern erstellen

◻️ Kliniktasche packen und bereitlegen

◻️ Hebamme organisieren

◻️ Kinderarzt aussuchen, Termin für U3 vormerken

◻️ Elterngeldantrag vorbereiten (soweit möglich)

◻️ Mutterschutz/Elternzeit planen

◻️ Auto-Babyschale installieren und testen

◻️ Geburtsurkunden beider Elternteile bereitlegen

◻️ Eventuell Haushaltshilfe organisieren

 

IN DER ERSTEN WOCHE NACH DER GEBURT

◻️ Baby beim Standesamt anmelden

◻️ Geburtsbescheinigung aus Klinik

◻️ Personalausweise beider Eltern

◻️ Heiratsurkunde oder Geburtsurkunden

◻️ Ggf. Vaterschaftsanerkennung

◻️ Kindergeld beantragen (Familienkasse)

◻️ Krankenkasse über Geburt informieren

◻️ Baby mitversichern

◻️ Elterngeld beantragen (am besten früh)

◻️ Arbeitgeber über Geburt informieren

 

SPÄTER ERLEDIGEN

◻️ Geburtsurkunden bestellen

◻️ Eventuell Kinderfreibetrag eintragen lassen

◻️ Eventuell Testament aktualisieren

◻️ Kontoauszüge, Rechnungen abheften

 

Unterstützung & Mentale Gesundheit im Wochenbett

Das Wochenbett ist nicht nur körperliche Erholung, sondern auch eine emotionale Achterbahnfahrt. Sei gut zu Dir!

HILFE ANNEHMEN & ENTSPANNUNG

◻️ Partner oder Partnerin einplanen (Elternzeit)

◻️ Familie und Freunde einspannen

◻️ Wochenbett-Besuchsregeln festlegen

◻️ Zeit für Dich einplanen

◻️ Meditationsapp oder beruhigende Musik

◻️ Tagebuch für Deine Gedanken und Gefühle

◻️ Lieblingsbuch, Hörbuch oder Serie

◻️ Pflegeprodukte, die Dir guttun

 

ANZEICHEN, AUF DIE DU ACHTEN SOLLTEST

Sprich mit Deiner Hebamme, Deinem Arzt oder einer Vertrauensperson, wenn Du Dich nicht gut fühlst. Hilfe anzunehmen ist ein Zeichen von Stärke!

◻️ Anhaltende Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit

◻️ Starke Ängste oder Panikattacken

◻️ Probleme, eine Bindung zum Baby aufzubauen

 

Wichtige Hilfe-Telefonnummern:

📞 Elterntelefon: 0800 111 0 550

📞 Telefonseelsorge: 0800 111 0 111



Erlaube Dir, im Wochenbett einfach nur zu sein

Das Wochenbett ist eine absolute Ausnahmezeit, die nie wiederkehrt. Eine gute Vorbereitung nimmt Dir den mentalen Druck, an alles denken zu müssen. Lade Dir jetzt meine PDF-Checkliste herunter, verteile die Aufgaben gerne auch an Deinen Partner oder Deine Partnerin und bereite Euer Nest vor. Ich wünsche Dir eine wunderschöne, heilende und kuschlige Wochenbettzeit!

FAQs

Spätestens ab der 34. Schwangerschaftswoche ist ein guter Zeitpunkt, um mit dem Vorkochen (Meal Prep) zu starten und erste Vorräte wie Wochenbett-Binden, Stilleinlagen oder parfümfreies Duschgel anzulegen. So kommst Du nicht in Stress, falls Dein Baby sich früher auf den Weg macht.

Das Wochenbett ist Eure sensible Kennenlernzeit. Es ist völlig in Ordnung und sogar wichtig, Wochenbett-Besuchsregeln festzulegen. Lade anfangs nur Menschen ein, bei denen Du Dich zu 100 % wohlfühlst und die vielleicht sogar etwas zu essen mitbringen oder Dir im Haushalt helfen. Du darfst jederzeit „Nein“ sagen!

Idealerweise kann die Partnerperson in den ersten Wochen Elternzeit oder Urlaub nehmen. Die Hauptaufgabe der Begleitperson ist es, Dir den Rücken freizuhalten: Wickeln, Essen zubereiten, den Haushalt schmeißen und sich um den Papierkram (wie die Anmeldung beim Standesamt oder bei der Krankenkasse) kümmern.

Das Wochenbett ist nicht nur körperliche Erholung, sondern oft auch eine emotionale Ausnahmesituation. Wenn Du anhaltende Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, starke Ängste spürst oder Probleme hast, eine Bindung zum Baby aufzubauen, sei bitte gut zu Dir. Sprich mit Deiner Hebamme, Deinem Arzt oder einer Vertrauensperson. Hilfe anzunehmen ist ein Zeichen von Stärke! Du kannst Dich auch anonym an das Elterntelefon oder die Telefonseelsorge wenden.